Wisdom of Crowds: neue Artikel
Written on 13. Februar 2007
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Als kleine Leseempfehlung ein paar neue Artikel aus den vergangenen Tagen:
- Innovation in the Age of Mass Collaboration: Don Tapscott und Anthony D. Williams (Authoren des Buches “Wikinomics”) schildern in Business Week den Fall der kanadischen Goldminen-Firma Goldcorp. In wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten entschloss die Firmenleitung sich, streng geheime geologische Daten zu veröffentlichen und damit einen Wettbewerb mit einer halben Millionen Dollar Preisgeld auszurufen. Es nahmen 1.000 Teilnehmer aus 50 Ländern teil und analysierten die Daten auf mögliche Fundstellen. Der Erfolg war enorm: “Within weeks, submissions from around the world were flooding into Goldcorp headquarters. There were entries from graduate students, management consultants, mathematicians, military officers, and a virtual army of geologists. We had applied math, advanced physics, intelligent systems, computer graphics, and organic solutions to inorganic problems. There were capabilities I had never seen before in the industry, says [CEO] McEwen. When I saw the computer graphics, I almost fell out of my chair.”
- Face2Blog: gibt einen Überblick und schließt mit einer interessanten Überlegung zum Crowdsourcing in der politischen Diskussion: “In Deutschland wird bei einer Entlohnung der Aufgaben die Grenze zur Schwarzarbeit schnell überschritten. Crowdsourcing bietet sich daher hierzulande vor allem für die elektronische Organisation von Aufgaben für ehrenamtliche Unterstützer aus der Basis und engagierte Bürger an, nicht nur im Wahlkampf. Wichtigste Vorraussetzungen sind die Schaffung einer geeigneten Plattform und die Entwicklung klarer Aufgabenstellungen.”
- The Creativity of Crowds: Der Author wirft einen Blick auf das Zusammenspiel von Kreativität und Kundeneinbindung beim Advertising: “It seems that the only way that the crowdsourcing principle could really work for advertising would be either through changing the nature of the ‘crowd’ from which one ’sources’ (making it smaller and more expert) or through the operations of chance (the infinite monkey theorem). The first option sounds a bit like an agency, the second sounds a bit like a lottery.”
- Wikipedia-Geschäftsmodell gescheitert?: Thomas Vehmeier diskutiert im Interneteconomics-Blog mögliche Erlösquellen (Spenden, Werbung) für das Online-Lexikon, zeigt denkbare strategische Perspektiven und folgert: “Es deutet vieles darauf hin, dass das AAL-Prinzip an seine Grenzen stößt.”
- Is “crowdsourcing” just cost-cutting 2.0?: Mathew Ingram vertritt in seinem launigen Beitrag die Meinung, dass “Citizen Journalism” nichts anderes als Kostensparen an der Grenze zur Ausbeutung der Journalisten ist. Nun ja.
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Hallo Markus, leider kann man den Link: “The Creativity of Crowds” nicht öffnen (Trackback Fehler).
Viele Grüße
Bastian
Danke für den Hinweis, Bastian! Ist korrigiert.