Bezahlung für User-generated Content: YouTube
Written on 9. Mai 2007
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Eine der interessantesten Fragestellungen im Zusammenhang mit Crowdsourcing ist, welche Incentives die Plattformen den Erstellern der Inhalte bieten. In vielen Fällen läuft das auf die konkrete Frage hinaus, ob die Nutzern für ihre Beiträge entlohnt werden sollen oder nicht. Das oft genannte Argument gegen Bezahlung ist, dass dadurch eine qualitative Negativselektion der Inhalte stattfindet, da Nutzer Anreize haben, möglichst viel (Schrott) einzustellen. Oder anders: Die wirklich wichtigen Nutzer, also die engagierten und intrinsisch motivierten, werden auf diese W
eise abgeschreckt. Außerdem wird schnell der Verdacht der “kommerziellen Nutzung” von unentgeltlichen Leistungen laut.
Ich hatte schon früher über verschiedene Strategien bei der Bezahlung von User-generated Videos geschrieben. YouTube hat kürzlich gegenüber vielen anderen Wettbewerbern mit der Ankündigung nachgezogen, bestimmte User für ihre Arbeit zu entlohnen. Das beschränkt sich zunächst auf eine Handvoll (20-40) der aktivsten Video-Einsteller, darunter bekannte Namen wie LonelyGirl15. Die Entlohnung stammt aus den Einnahmen von Werbebannern, wobei die prozentuale Aufteilung meines Wissens nicht kommuniziert wurde. Om Malik hat dazu angemerkt, dass gerade die Star-Videoproduzenten in jüngster Vergangenheit verstärkt auf Konkurrenten wie Revver aktiv waren. Auch vor diesem Hintergrund ist die Entscheidung von YouTube zu erwarten gewesen. Siehe auch den kritischen Kommentar von Nicholas Carr.
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